Staatskunde

Freitag, 15. Oktober 2004

UNIA

Morgen ist es soweit: die Gewerkschaften SMUV, GBI, VHTL und noch ein paar kleinere schliessen sich zusammen zu einer grossen Gewerkschaft UNIA: Dies ist die grösste interprofessionelle Gewerkschaft für alle Beschäftigten der Privatwirtschaft der Schweiz. Mit rund 200'000 Mitgliedern und mit fast 1‘000 MitarbeiterInnen in 100 Sekretariaten erreicht sie neue Dimensionen.

Und ich werde dabei sein, beim Gründungskongress :-).

Sonntag, 3. Oktober 2004

Wikipedia sucht Schweizer

Jetzt seit ihr einmal gefragt: die deutschsprachige Wikipedia sucht Schweizer, die ihre Heimat dokumentieren oder die Dokumentation ihrer Heimat verbessern. Auch der Bereich der Gesetzgebung ist bisher nur unzureichend abgedeckt, die meisten Artikel landen in der Kategorie "Deutschlandlastig".
Wer etwas für die Schweiz tun will, kann einen Blick auf die Seite der Qualitätsoffensive Schweiz werfen.

Mittwoch, 15. September 2004

bundeshaus vom marzili aus

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Donnerstag, 9. September 2004

Typisch Schweizerisch

Allgemeines
* Die Schweizer bringen unter ein 'Sennechäppli', was normale Menschen
nicht einmal unter einen Sombrero brächten.
* Das wesentliche Merkmal des Kantons Aargau ist es, dass er zwischen
Zürich, Basel und Bern liegt.
* Wenn die Welt untergeht heisst das noch lange nicht, dass das die Schweiz
auch betrifft.
* Ironie wird im Zweifelsfalle eher nicht verstanden.

Sprache
* Der 'Deutschschweizer Dialekt' als Ganzes ist mit dem Hochdeutschen etwa
so eng verwandt wie ostfriesisches Platt mit der niederbayerischen Mundart.
* Die Pflicht, sich im Auto anzuschnallen, heisst Gurtenobligatorium.
* Die Ständerlampe ist eine Stehlampe und keine Genitalbeleuchtung.
* Wenn Sie die Schweiz besuchen: Bitte sagen Sie zum 'Gipfeli' (Hörnchen,
Croissant) nicht 'Kipfelchen'.
* Lassen Sie bleiben, was Sie zu beherrschen glauben, klingt in Schweizer
Ohren übel: Grützi, grüüzi oder grüzzi! Bleiben Sie bei 'Guten Tag', bis
Ihnen jemand für Ihr Grüäzi die Prüfung abgenommen hat. Oder wenden Sie den
Verschlucktrick an und sagen Sie ~-zi. Das machen auch viele Schweizer so.
* Ein Harass ist kein Schäferhund, sondern eine Getränkekiste. Wenn von
einem Mödeli Anke die Rede ist, so ist kein Mädchen namens Anke gemeint,
sondern ein Stück Butter. Und wer Sie fragt, ob Sie ein Zältli möchten, der
will Ihnen keine kleine Campingausrüstung aufschwätzen, sondern ein Bonbon
anbieten. Chriesi sind keine Krisen, sonder Kirschen.

Bluffen
* Bestellen Sie in einer Kneipe (Schpunte, Beiz, Chnelle) Tschumpeli Dohl.
Das Risiko dürfte sich lohnen, wenn alles glatt läuft, bekommen Sie ein
Gläschen Rotwein (Dôle).

La grande nation, die Schweizer & das Essen
*Café, Restaurant, Coiffeur (ja nicht Friseur!), Trottoir, Billet, Jupe
statt Rock, pressant (statt in Eile), Apéro, Dessert, Sauce, Glacé, Radio
statt Rundfunk. Gewöhnen Sie sich an das leise Lächeln des Schweizers, wenn
Sie sich mit Städtenamen wie Vevey abmühen (Es sei hier verraten: Wöwe).
* Wenn Sie in der Schweiz ein Müsli bestellen, grinsen Ihre Gastgeber in
sich hinein, denn Sie scheinen eine kleine Maus verspeisen zu wollen. Die
in der Schweiz von Dr. Bircher entwickelte Frucht-Joghurt-Flockenmischung
ist hierzulande nämlich ein Müesli.
* Spargeln ist in der Schweiz kein Verb (ich habe gespargelt), sondern
schlicht die Mehrzahl von Spargel, wie sie in Deutschland nicht existiert.

Heiterkeit
* Zu Heiterkeit geben dem Deutschen immer wieder hochdeutsche
schweizerische Formulierungen wie 'Fehlbare Automobilisten werden gebüßt'
Anlass, oder schriftliche Warnungen in Trams, dass Fahrgäste ohne Billet 50
Franken für die Umtriebe zahlen müssen.

Telefonieren
* Die putzigste Eigenart des Schweizers beim Telefonieren: Wie kurz auch
immer Ihr Schweizer Telefonpartner das Gespräch unterbrechen muss, er wird
es mit diesen Worten wiederaufnehmen: 'Sind Sie noch da?' Antworten Sie mit
einem schlichten 'Ja', und wundern Sie sich nicht. Es ist nun einmal eine
Redensart am Telefon, und die ironische Antwort: 'Nein', Sie hätten sich
gerade eben in Luft aufgelöst, würde Ihren Gesprächspartner nur unnötig
befremden. Wenn ein Engländer Sie mit 'How do you do?' begrüßt, erklären
Sie ihm ja auch nicht, wie Sie es am liebsten treiben. Ebenfalls geht der
Verabschiedung - vorallem in Berner Regionen - immer ein gedehntes Aaauusoo
voraus und deutet somit an, dass der Gesprächspartner das Telefonat beenden
möchte.
* Wenn die Schweizer jemanden anrufen, dann "machen" sie ein "Telefon": "I
ha geschter no ä huufe telefon gmacht" (Ich habe gestern noch viele Anrufe
getätigt). Wenn man jemanden darauf hinweist, dass man sich wieder
telefonisch meldet, wird ein "telefon gegeben": "I gib dr de später no es
telefon" (Ich ruf dich dann später nochmal an).

Einkaufen
* Für die Papiertüte im Supermarkt müssen Sie 30 bis 50 Rappen bezahlen.
Das ist kein hinterhältiger Angriff auf Ihren Geldbeutel, sondern eine
erzieherische Massnahme, um die Wegwerfgesellschaft zu bekämpfen. Wenn Sie
also einen Schweizer mit einer leeren Papiertüte antreffen, ist er
vermutlich auf dem Weg zum Einkauf.

Volkssport, Pünktlichkeit, Militärdienst...
* Schwingen, Hornussen, Skifahren, Holzhacken, Abstimmungen ignorieren,
Jassen
* Über die Pünktlichkeit der Schweizer wird zu Unrecht gelästert. Sie gehen
damit viel lockerer um, als Sie glauben. Wenn man Sie um 19.30 Uhr bestellt
hat, können Sie durchaus eine Minute zu früh bis zwei Minuten zu spät
kommen. Das wird immer noch als passabel pünktlich empfunden.
* Militärdienst leisten, Militärdienst verweigern': Jeder Schweizer
schuldet dem Staat 9 Monate Rekrutenschule (die 'Lehrzeit' in der Armee)
und jährliche 'WK's' (Wiederholungskurse, das Absitzen von ein paar Wochen,
in Uniform). Die geleistete Dienstzeit wird in einem 'Dienstbüchlein'
niedergeschrieben. Es ist wahr, dass jeder Schweizer (der 'Dienst leistet'
mit der Waffe) zu Hause sein eigenes Sturmgewehr liegen hat. Es ist ebenso
wahr, dass viele Schweizer sich lieber dem Dolce Vita (selten) oder der
Karriere widmen (öfter), als 'Dienst zu machen' und sich mit - Verzeihung -
fadenscheinigen Gründen 'vom Militärdienst befreien' lässt. Allerdings muss
er dann während etwa 30 Jahren einige hundert oder einige tausend Franken
'Militärdienst-Ersatzpflicht-Steuer' bezahlen - egal, ob er keinen Dienst
leisten will oder wirklich nicht kann.

Schweiz intim
* Die Waschküchenbenutzung in Mietwohnungen von Mehrfamilienhäusern:
Verstösse gegen die Waschküchenordnung werden in der Regel nicht im
persönlichen Gespräch, sondern durch das Aufhängen grossformatiger
Botschaften mit vielen Ausrufungszeichen an Türen, Waschmaschinen und
Wasserhähnen geahndet. Schon ein einziger nach Ablauf der eigenen
Waschküchenbenutzungsfrist liegengebliebener Socken hat in der Regel nicht
nur eine Zurechtweisung zur Folge, sondern auch die Erklärung, dass darum
die Waschküche unbenutzbar gewesen sei.

Donnerstag, 26. August 2004

Schweizergarde

Anforderungsprofil: römisch-katholisch, zwischen 19 und 30 Jahre alt, mindestens 174 Zentimeter groß und ledig
Alles Traummänner. ;-)

Es ist die kleinste Armee der Welt im kleinsten Staat der Welt: die Schweizergarde. In ihren gelb-blaurotgestreiften Pluderhosen erinnern sie zwar an Karneval, doch sie versehen eine der wichtigsten weltlichen Aufgaben: Sie beschützen den Papst. Eine Aufgabe, die derzeit rund 100 jungen Schweizern zukommt, so wie schon im Januar 1506, als die Schweizergarde (ähnlich gekleidet) zum ersten Mal vereidigt wurde. Die Aufnahmekriterien sind streng: Wer dabei sein will, muss römisch-katholisch, zwischen 19 und 30 Jahre alt, mindestens 174 Zentimeter groß und ledig sein. Außerdem sind nur schweizerische Staatsbürger zugelassen, die bereits die Rekrutenschule der Armee absolviert haben.
Der Film von Michael Petsch und Sonja Trimbuch zeigt den ungewöhnlichen Alltag zwischen Drill und Dienst in der päpstlichen Armee.


heute auf 3sat, 21:45 Uhr

Nachtrag: Die Garde hat natürlich auch einen Webauftritt:
www.schweizergarde.org
Wer sich bewerben will, nur zu. Anforderungsprofil steht ja oben. ;-)

Mittwoch, 25. August 2004

CI für 25 Mio Franken

Der Bundesrat setzte deshalb eine interdepartementale Arbeitsgruppe mit dem Auftrag ein, konkrete Vorschläge für ein Logo auszuarbeiten und die finanziellen Auswirkungen zu untersuchen. Die vom Bundesrat gewählte Variante mit Wappen und viersprachiger Bezeichnung der Eidgenossenschaft wird ab 2005 eingeführt.

Die Umsetzung des neuen Corporate Design kostet in den nächsten drei Jahren insgesamt rund 25 Millionen Franken. Mit rund 23 Millionen entfällt der grösste Teil auf den Bereich Informationstechnologie. Gleichzeitig werden jährlich wiederkehrende Einsparungen von rund 7 Millionen erwartet.

mehr

Wer verdient sich da wohl wieder eine goldene Nase?

Freitag, 16. Juli 2004

Preisfrage

War gestern an der Michael Mittermeier-Show und da fragte er, warum es genau 7 Bundesräte sind (und nicht z.B. 5 oder 9).
Weiss das jemand, warum man ursprünglich auf 7 gekommen ist ? Ich weiss, dass immer wieder mal die Diskussion aufkommt, diese Zahl zu erhöhen auf 9, aber warum sind es jetzt 7, woher kommt das ?

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