Sprache

Mittwoch, 14. Juni 2006

Gschleferig

Schweizerdeutsch hat manchmal schon herrliche Wörter, und wenn man im Ausland lebt kommen sie einem mit der Zeit immer merkwürdiger vor. ;-)

gschleferig = glatt

Dienstag, 21. Juni 2005

Moudi

Bei Franziska lese ich immer wieder richtig schöne schweizerdeutsche Ausdrücke. Ich glaube als Auslandschweizer bleiben einem "alte" Ausdrücke länger im Gedächtnis erhalten.

Mittwoch, 24. November 2004

Wort und Unwort des Jahres gesucht

Vaduz - Zum zweiten Mal wird in der Schweiz das Wort des Jahres gesucht. Favoriten für dieses Jahr gibt es bereits, wie die Organisatoren mitteilten: Schockbilder, Tortenattacke oder Neidgenossen heissen sie. Gesucht werden überdies das Unwort des Jahres sowie der Satz des Jahres. Erstmals wird auch die Pressemitteilung des Jahres bestimmt. Entsprechende Vorschläge können bis zum 10. Dezember unter der Adresse www.chwort.ch gemacht werden. Eine sechsköpfige Jury wird bis Mitte Dezember die Auswahl treffen.

Letztes Jahr hatten die Bundesratswahlen entscheidenden Einfluss auf die Wahl. Konkordanz hiess das Wort des Jahres, Scheininvalide lautete das Unwort. Wählt Blocher, diese Strafe hat er verdient, wurde zum Satz des Jahres gewählt. Die Organisatoren erwarten für die diesjährige Sprachaktion erneut rund 2000 Vorschläge.

(Quelle: sda)

Donnerstag, 30. September 2004

Znüni & Zvieri

Znüni wird in der Schweiz die morgendliche Zwischenmahlzeit genannt. Die Bezeichnung ist von der Zahl Neun (im Schweizerdeutschen: nüün) abgeleitet, da die Pause meistens gegen neun Uhr gemacht wird.
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Zvieri ist daselbe in Grün einfach um vier Uhr. ;-)

Mittwoch, 19. Mai 2004

Totemügerli

Es fängt ja nur schon damit an, dass man diese Geschichte über Google in zig Schreibweisen findet: Totenmügerli, Totemüggerli, Totemügerli, etc.

Die Geschichte von Franz Hohler besteht zum grössten Teil aus erfundenen Wörtern, die allerdings alle sehr berndeutsch klingen. Deshalb kann man sich beim anhören eine komplette Geschichte vorstellen. Franz Hohler hat ein richtiges Kunststück zustande gebracht. Einzelne Wörter aus dem Totemügerli sind sogar in den Berner Sprachgebrauch übernommen worden, beispielsweise "aaschnäggele".

Totemügerli anhören (1.4 mb oder 5.5 mb zum downloaden)


TOTEMÜGERLI
(Es bärndütsches Gschichtli. Am Lagerfüür vorläsä)
Gäuit, wemer da grad eso schön binanger sitze, hani däicht, chönntech vilicht es bärndütsches Gschichtli verzelle. Es isch zwar es bsungers uganteligs Gschichtli, wo aber no gar nid eso lang im Mittlere Schattegibeleggtäli passiert isch.
Der Schöppelimunggi u der Houderebäseler si einischt schpät am Abe, wo scho der Schibützu durs Gochlimoos pfoderet het, über s Batzmättere Heigisch im Erpfetli zueglüffe u hei nang na gschtigelet
u gschigöggelet, das me z Gotts Bäri hätt chönne meine, si sige nanger scheich.
"Na ei so schlöözige Blotzbänggu am Fläre, u i verminggle der s Bätzi, dass d Oschterpföteler ghörsch zawanggle!"
"Drby wärsch froh, hättsch en einzige nuesige Schiggeler uf em Lugipfupf!"
U so isch das hin u härgange wie nes Färegschäderli amene Milchgröözi, da seit plözlech Houderebäseler zu Schöppelimunggi:
"Schtill! Was ziberlet dert näbem Tobelöhli z grachtige n uuf u aab?"
Schöppelimunggi het gschläfzet wie ne Gitzeler u hets du o gseh. Es Totemüggerli! U nid numen eis, nei, zwöi, drü, vier, füüf, es ganzes Schoossingong voll si da desumegschläberlet u hei zängpinggerlet u
globofzgerlet u gschanghangizigerlifisionööggelet, das es eim richtig agschnäggelet het.
Schöppelimunggi u Houderebäseler hei nang nume zuegmutzet u hei ganz hingerbyggelig wöllen abschöberle.
Aber chuum hei si der Awang ytröölet, gröözet es Totemüggerli:
"Heee, dir zweee!"
U denen ischs i d Chnöde glöötet wie bschüttigs Chrüzimääl dure Chätschäbertrog. Düpfelig u gnütelig si si blybe schtah wie zwöi gripseti Mischtschwibeli, u scho isch das Totemügerli was tschigerlisch was pfigerlisch binene zueche gsi. Äs het se zersch es Rüngli chyblig u gschiferlig aagnöttelet u het se de möög
glige gfraget:
"Chöit dir is hälfe, ds Blindeli der Schtotzgrotzen ueche z graage?"
Wo der Schöppelimunggi das Wort "Blindeli" ghört het, het em fasch wölle ds Härzgätterli zum Hosegschingg uspföderle, aber der Houderebäseler het em zueggaschplet:
"Du weisch doch, das men imene Totemügerli nid darf nei säge!"
U du si si halt mitgschnarpflet.
"Sooo, dir zweee!" het ds Totemügerli gseit, wo si zum Blindeli cho si, u die angere Totemügerli si ganz rüeiig daaggalzlet u hei numen ugschynig ychegschwärzelet. Da hei die beide gwüsst, was es
Scheieli Gschlychets ds Gloubige choschtet u hei das Blindeli aagroupet, der eint am Schörpfu, der anger a de Gängeretalpli.
Uuuh, isch das e botterepfloorigi Schtrüpfete gsi! Die zwee hei gschwouderet u ghetzpacheret, das si z näbis meh gwüsst hei, wo se der Gürchu zwurglet.
Daa, z eis Dapf, wo si scho halber der Schtotzgrotzen uecheghaschpaaret si, faht sech das Blindeli
afah ziirgge u bäärgglet mit schychem Schtimmli:
"Oooh, wi buuchet mi der Glutz!"
Jetz hets aber im Schöppelimunggi böös im Schyssächerli gguugget. Är het das Blindeli la glootsche u isch der Schtotzgrotz abdotzeret, wie wenn em der Hurligwaagg mit em Flarzyse der Schtirps vermöcklet hätt.
"Häb dure, Münggu!" het em der Houderebäseler na naargräätschet, u de het er nüt meh gwüsst.
Am angere Morge het ne ds Schtötzgrötzeler Eisi gfunge, chäfu u tunggig wien en Öiu, u es isch meh weder e Monet gange, bis er wider het chönne s Gräppli im Hotschmägeli bleike.
Totemügerli u Blindeli het er keis meh gseh sis Läbe lang, aber o der Schöppelimunggi isch vo da a verschwunde gsi.
S git Lüt, wo säge, dass sider am Schtotzgrotzen es Totemügerli meh desumeschirggelet.

Franz Hohler

Dienstag, 13. April 2004

Englisch oder Deutsch

BERN - Die Deutschschweizer sind mehrheitlich der Meinung, dass an Schulen Englisch als erste Fremdsprache gelehrt werden soll, die Romands hingegen bevorzugen Deutsch, wie eine Meinungsumfrage ergab.

In der Deutschschweiz waren 63 Prozent der Befragten dafür, dass Englisch als erste Fremdsprache unterrichtet wird. Französisch unterstützten nur 31 Prozent. Anders in der Westschweiz: 56 Prozent sprachen sich für Deutsch und 42 Prozent für Englisch als erste Fremdsprache aus.

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Ob das wahr ist? Wenn ich mich so an meine Zeit im Welschland erinnere, sprachen die wenigstens Romands Deutsch.

Montag, 16. Februar 2004

Dialekt

Im Berndeutschen hat das Wort „äbe“ vielerlei Bedeutung.

Im Sinn von gleicher Meinung sein, kann es als Zustimmung gebraucht werden:
„Die Züge sind unpünktlicher als früher.“ „Äbe!“

Es kann als Lückenfüller benutzt werden:
„…äbe, wo bin ich in meiner Erzählung stehen geblieben?“

Um rechthaberisch auf die eigenen Überlegungen zu verweisen: “äbe, das habe ich ja schon immer gesagt.“

Damit der eigenen Meinung mehr Nachdruck verliehen wird: „Wir haben nur noch eine halbe Stunde“. „Äbe, darum nehmen wir jetzt am besten die Abkürzung.“

Wenn der Zuhörer gedanklich abwesend ist, aber merkt, dass er etwas sagen sollte: „Äbe

Natürlich kommt es auf die Intonierung des Wortes an. Gleichmässig betont lässt es auf gedankliche Abwesenheit schliessen. Im Fall der Rechthaberei werden das ä und das e betont und zieht der Sprecher das e leicht in die höheren Töne, möchte dem gesagten Nachdruck verliehen werden.

Manchmal wird der Ausdruck versehentlich falsch benutzt. Macht nichts, da das Wort sowieso eine Art Jokerfunktion hat. Oder aus lauter Höflichkeit nimmt man einfach an, das Gegenüber hätte gerade den letzten Satz nicht gehört und benutze das Wort als Lückenbüsser.

Donnerstag, 29. Januar 2004

Die deutliche Buchstabierung.

Rechtschreibdebatten toben nicht nur in Deutschland. Auch in der Schweiz wird kontrovers beraten und einen kleinen Einblick in Geschichte und aktuellen Stand der Debatte liefert dieser Artikel im Rheinischen Merkur.

Mittwoch, 21. Januar 2004

Müesli

muesli
Liebe tschibo-Verantwortliche es heisst Müesli nicht Müsli. Das e muss auch ausgesprochen werden, denn ein Müsli ist eine Maus. ;-)

Dienstag, 13. Januar 2004

Helvetismen

Mein erster Beitrag überhaupt in einem Gemeinschafts-Blog... Vielen Dank für die Einladung an Zorra ;-).

Vor einigen Monaten Wochen hat Brigitte schon was darüber geschrieben und darum ist es eigentlich gar nicht "mein" Beitrag... Aber ich dachte mir halt, hier gehört der auch noch rein...

Deshalb hier einen sehr interessanten Link zu den sogenannten Helvetismen, für diejenige, die sich für die Schweizer Sprache interessieren...

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