Kulturschweiz

Dienstag, 15. Juni 2004

Zürcher Brauch

Die Stadt Zürich schafft den Schulsilvester ab:

Der Schulsilvester wurde ursprünglich mit viel Lärm am 31. Dezember gefeiert und zählte zu den Zürcher Altjahresbräuchen und den weit verbreiteten Lärmbräuchen zwischen Weihnachten und Dreikönigstag. Da es sich beim Brauch vorwiegend um ein Fest von Jugendlichen handelt, wurde er später auf den letzten Schultag verlegt.

Am frühen Morgen schwärmte man lärmend auf den Strassen herum. Wer an diesem Tag zuletzt aufstand oder als letzter in die Schule kam, wurde von den anderen ausgelacht und Silvester genannt. Mit den Jahren habe sich dieser Anlass aber zu einem bereits am Vorabend stattfindenden Event gewandelt, schreibt die Stadt weiter.


Auf Grund der immer stärker aufkommenden Verwüstungen, die am Schulsilvester angerichtet wurden, könnte man meinen, der Schulsilvester sei daher abgeschafft worden. Aber dem ist nicht so:

Und der ursprüngliche Sinn des Volksbrauchs sei praktisch niemandem mehr bekannt.

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??? Es geht um einen Schulsilvester, wer anders als die Schule müsste den Schülern diesen Brauch vielleicht erklären und näher bringen ???

Ich finde es schade, trotz der zunehmenden Randalen. Für mich ist eine Abschaffung von einem solchen Brauch eine Kapitulation vor den heutigen gesellschaftspolitischen Problemen.

Dienstag, 11. Mai 2004

Irntzwie...

...hatten wir Schweizer schon immer etwas eigenartige Vorlieben..?

schuetzenfest

Donnerstag, 29. April 2004

Monster Shoppingbags

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Zu bestaunen ab dem 7. Mai im Lichthof, Paradeplatz, Zürich.

Montag, 29. März 2004

Sparschäler Rex


So einfach wie genial er ist, zählt der Sparschäler Rex der Firma Zena AG zu den erfolgreichsten Schweizer Erfindungen der Geschichte. Seit seiner Erfindung 1947 wurde er bis heute weltweit über 60 Millionen mal verkauft und seine Beliebtheit ist ungebrochen.

Meiner gab letzte Woche vor lauter Altersschwäche dem Willen einer Kartoffelschale nach und zerbrach an deren Zähheit. Das öde Rüstmesser ist mitnichten ein Ersatz für den Verlust von "Rexi".

Was übrigens sonst noch unter das Label "Swiss-Made" fällt ist hier und bis am 16.04.04 im Museum für angewandte Kunst in Köln zu sehen.

Samstag, 27. März 2004

Für Töffliebhaber

lohnt sich ein Ausflug ins Luzerner Verkehrshaus. Dort findet nämlich vom 27. März bis zum 17. Oktober 2004 die Spezialausstellung MotoMotion statt.

Das Verkehrshaus der Schweiz gibt kräftig Gas! Mit der Sonderausstellung „MotoMotion“ zeigt es vom 27. März bis 17. Oktober 2004 die Geschichte des Motorrades von den Anfängen bis heute – mit besonderer Würdigung legendärer Schweizer und internationaler Motorradmarken. Die diversen Ausstellungsinhalte, die dem Motorrad neben seiner eigentlichen Funktion als Transportmittel auch vielfältige und interessante Einflüsse auf Gesellschaft und Kultur zugestehen, machen den Besuch der Ausstellung besonders wertvoll. Die eigenwillige Ausstellungsarchitektur in Form eines an ein römisches Amphitheater erinnernden Motodroms sowie eine Weltpremiere – der legendäre Rennfahrer Luigi Taveri zeigt zum ersten Mal seine Siegermaschine - unterstützen die Einmaligkeit der Ausstellung.

Aufsteigen bitte!

Mittwoch, 17. März 2004

Tell, der Dorftrottel

Wie konnte aus einem hinterwäldlerischen und leicht dorftrotteligen Heuer aus dem Kanton Uri unser Wilhelm Tell werden? Zum ersten Mal in literarischer Gestalt taucht Tell im «Weissen Buch von Sarnen» auf. Dies ist eine kurz nach 1470 entstandene Sammlung von wichtigen Erlassen und Verträgen, die in der Obwaldner Kanzlei benötigt wurden. Seiner Zusammenstellung fügte der Landschreiber einen erzählenden Teil an, den er aus älteren Vorlagen übernommen und bearbeitet hat. Er berichtet, dass Tell «zum Stauffacher geschworen» habe, also Mitglied einer konspirativen Vereinigung sei. Dennoch hat es Tell riskiert, den Zorn des Vogtes zu erregen, indem er «mehrmals» vor der Stange auf und ab ging. Danach markiert er den Unwissenden, indem er das volkstümliche Verständnis seines Namens vorschützt: «Wäre ich witzig, so hiesse ich anders und nicht Tell.»

Er ist also weder so klug noch so mutig, wie das einem Nationalhelden geziemt. Dennoch ist Wilhelm Tell fortan immer mit von der Partie, wenn sich schweizerisches Nationalbewusstsein entwickelt. Wegen ihrer identitätsstiftenden Wirkung kopierten die Chronisten die sich um Tell rankende Gründungssage und kompensierten damit den politischen Bedeutungsverlust der Schweiz seit den Burgunderkriegen im 15. Jahrhundert. Patriotische Tellen mit unbeugsamer Haltung und klaren politischen Konzepten bevölkerten in der Folge die Literatur und Geschichtsschreibung und hielten die Stellung bis ins Zeitalter der geistigen Landesverteidigung. Erst Max Frisch demontierte Tell zu einem cholerischen Heuer, der zu plump ist, den Apfelschuss-Befehl als Scherz zu verstehen.

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Tell, bitte melden!

Dienstag, 16. März 2004

"Die Leute im Untergrund"

Nein, nicht die aus dem Web-Untergrund. ;-)

Die neuste Sonderausstellung im Historischen Museum Luzern ist dem Untergrund-Quartier in Luzern gewidmet. Inszeniert wird sie als eine Vedrängungsgeschichte mit illustren Bewohnern - von Benito Mussolini bis zu Königin Viktoria.

Der Untergrund ist Luzerns verrufenstes Quartier. Man wähnt dort zwielichtige Gestalten und hohe Kriminalität. Milieus jeglicher Richtung haben sich dort angesiedelt. Die Arbeitslosigkeit ist am höchsten - der Ausländeranteil auch; Menschen aus rund 70 Nationen leben im Untergrund.

Das Historische Museum zeigt die Geschichte des Quartiers als Vedrängungsgeschichte. Alles, was in der Stadt unangenehm war, schob man in den Untergrund: Aussätzigenhaus, Scharfrichter und Richtstätte, Strafanstalt, Waisenhaus, Viehmarkt, Schlachthaus und Kaserne.

Luzerns Industrie enstand dort; u.a. von Moos Stahl, Schindler Aufzüge. Viele Fabrikarbeiter wohnten im Quartier. Auch liessen sich italienische Bauarbeiter dort nieder. So lebte der junge Benito Mussolini eine Zeit lang als Handlanger in Luzern. Anderseits hielt sich die englische Königin Viktoria bei ihrem Aufenthalt in Luzern im Gütsch auf, der ebenfalls zu diesem Quartier gehört.

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Die Sonderausstellung ist im Historischen Museum Luzern bis zum 29. August 2004 zu sehen.

Donnerstag, 11. März 2004

Tell, bitte melden!

Startschuss in den Apfel benennt der SPIEGEL einen Hinweis auf ein Schweizer Spektakel, dass ab dem 23. Juli die historische Rütli-Wiese am Vierwaldstätter See beglücken soll. Und das mit deutscher Unterstützung: Die Darstellung der Geschichten um Gessler-Hut, hohler Gasse und den Apfelschuss wird das Nationaltheater Weimar übernehmen. Der Vorverkauf startet nicht von ungefähr am 17. März - denn 200 Jahre zuvor wurde in Weimar Schillers Drama um Gessler, Tell & Co. zum ersten Male aufgeführt.

Die Gegend um den Vierwaldstätter See ist übrigens auch ohne Kulturspektakel und bei schlechtem Wetter eine Reise wert.

P2290227

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